Entscheidung über den Kauf meiner Bandit 1200 – Teil 1

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Alles fing 2006 als Wiedereinsteiger an. Als ich mit 18 Jahren meinen Motorradführerschein gemacht hatte, passierte irgendwann genau das, wie es vielen nach ein paar herrlich erlebten Motorradjahren ergeht, „Familiengründungspause“. Es standen wichtigere Dinge an und aus Zeit und Geldmangel lies ich von diesem Hobby erstmal ab, aber es gibt den Spruch „Einmal mit dem Motorradvirus infiziert, immer infiziert“. Man kommt davon nicht mehr weg, wenn es mal einen gepackt hat.

So kam es, wie es kommen musste. Der Gedanke „Ich brauch wieder ein Motorrad, jetzt oder nie“. Also auf zu den einzelnen Händlern und Marken. Plan „Null“ war eingetreten. Ich wusste gar nicht mehr, was der Markt an aktuellen Modellen so hergibt. Die einzelnen Herstellernamen gab es noch, aber technisch hat sich einiges gändert. Nachdem ich früher ab und zu die Honda CB 900 F2 (später auch eine eigene) und die gute alte Güllepumpe CX500 von einem Freund gefahren bin, war mir klar, erst einmal Prospekte und WorldWideWeb durchwühlen. Ich saß dann vor einen Berg an Prospekten. Ok, dann suche ich mir ein paar aus und fahre einfach mal Probe.

Die schönste damalige Honda
Die schönste damalige Honda

Der Tag X der Probefahrten war gekommen. Als Auswahl zuerst eine Kawasaki. Auf zum Händler und rein zum langhaarigen Verkäufer, der irgendwie Woodstock gerade noch überlebt hatte. Bei der Erklärung, dass ich Wiedereinsteiger bin, sollte ich erstmal eine ER-6 probefahren. Der spinnt wohl. Früher war ich mit 120ps unterwegs und dann soll ich mit der Hälfte zufrieden sein. Naja, vielleicht doch erstmal langsam wieder eingewöhnen und die Sinne schärfen, dachte ich mir. Das dauerte exakt 30 Minuten und dann war die ER-6 schon zu langweilig und die Sinne geschärft, wie wenn sie nie weggewesen wären.

Die Z1000 muste es einfach sein, oder? Diesen Dampfhammer kannte ich aus früheren Zeiten noch. Giftgrün und die grüne Hölle zum Fahren. Schmalspurreifen, mieses Fahrwerk, aber soviel Dampf, dass der Hinterreifen immer eine Spur hinterlies. Und tatsächlich, die Z1000 gab es noch. Sieht zwar mittlerweilen sehr verändert aus, aber naja Z1000 steht noch drauf und ist hoffentlich noch drin. Rauf aufs Motorrad und fahren. Ja, technisch hat sich sehr viel verändert. Das ist mittlerweilen ein richtiges Fahrwerk, was sich auch so nennen darf, tieferer Schwerpunkt, kleineres Zollmaß des Vorderreifens. Es ist fast spielend leicht damit zu fahren. Trotzdem fehlt mir noch etwas. Bei mir kribbelte es noch nicht so richtig. Erstmal auf zum nächsten Händler. Man soll ja nicht immer gleich das Erstbeste nehmen.

– Mehr davon in Teil 2 –